Made in Germany: Small Caps Berlin (German)


I'm a big admirer of Sabrina Sundermann and the beautiful letterpress work she does under the moniker Small Caps Berlin. In this edition of Made in Germany she shares her how and why she decided to start Small Caps after moving to Berlin from Hamburg and what she likes most about running her own business.

Erzähl uns etwas über Small Caps.
Unter dem Namen Small Caps verkaufe ich handgedruckte Papierwaren, die ich in meiner Druckwerkstatt selbst herstelle. Ich habe zwei alte große und zwei kleine Druckpressen, mit denen ich Grußkarten, Notizhefte und Fotoalben bedrucke.
Ich liebe Schrift und arbeite mit alten Bleibuchstaben und Holzlettern. Daher kommt auch der Name: mit Small Caps – wörtlich "kleine Großbuchstaben" – bezeichnet man den Schriftschnitt Kapitälchen, den ich sehr mag.



Warum hast du dich dazu entschieden, mit Small Caps anzufangen?
Ich hatte im Laufe der Zeit ein kleines Sortiment an Bleilettern und Holzbuchstaben angesammelt und war auf der Suche nach einer Druckpresse, mit der ich die Buchstaben abdrucken konnte. Zu der Zeit arbeitete ich in Hamburg als Grafikdesigner und dachte darüber nach zurück nach Berlin zu kommen. 



Ich wollte in Berlin aber nicht weiter als Designer für Agenturen arbeiten sondern eigenen Projekte realisieren. Vor allem wollte ich nicht mehr so viel am Computer sitzen und mehr mit den Händen gestalten.
Als ich kündigte habe ich einigen Wochen später meine ersten Druckpresse gefunden und mir in den Kopf gesetzt kleine Papierprodukte damit herzustellen und zu verkaufen.



Was schätzt du am meisten daran, Small Caps zu betreiben?
Ich mag die Flexibilität, die man hat wenn man selbstständig ist. Ich bin sehr oft in meiner Werkstatt, aber ich liebe es auch mit dem Fahrrad durch Berlin zu den Läden zu fahren und meine Karten auszuliefern. Oder mal einen Vormittag in einem schönen Buchladen zu verbringen und mich durch die tollen Design-Bücher inspirieren zu lassen.

Was war deine bisher größte Herausforderung?
Es gibt immer wieder technische Dinge beim Drucken die mich herausfordern. Manchmal ist plötzlich das Druckbild schlechter als bei der Karte davor oder die Maschine macht von jetzt auf gleich komische Geräusche. Dann muß ich herausfinden woran es liegt und wie ich es möglichst schnell behebe. Schon kleine Dinge wie Fusseln auf der Walze oder zu flüssige Druckfarbe beeinflussen mich im Arbeitsprozess. Das ist schon manchmal richtig nervig.

Was war dein bisher größter Erfolg mit Small Caps?
Mmh, es gibt viele kleine Erfolge, die letzlich dazu führen, dass "der Laden läuft". Es fühlt sich gut an, in der ein oder anderen Zeitschrift einen kleinen Beitrag mit einer Produktabbildung zu bekommen. Ich bin auch immer stolz wenn ein Laden eine große Nachbestellung aufgibt, da dies bestätigt, dass die Karten bei den Kunden gut ankommen.

Im Moment gebe ich Workshops in meiner Druckwerkstatt und wenn die Teilnehmer am Ende zufrieden mit ihren Drucken nach Haus gehen macht mir das auch gute Laune.

Welche zukünftigen Ziele verbindest du mit Small Caps ?
Zusätzlich zu den Karten möchte ich dieses Jahr eine Posterserie realisieren und ein Buchprojekt angehen. Das sind zwei komplexere Geschichten, die ein bißchen Planung und Zeit erfordern und mich im Sinne der "Projektplanung" fordern.
Das finde ich spannend, denn normalerweise muß ich meine Aufgaben nicht so streng durchplanen. Mal gucken, wie ich damit zurechtkomme.

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